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Welche Effekte kann man mit der Nährstofftherapie erzielen?

Am eindrucksvollsten sind die Ergebnisse im Bereich Sozialverhalten, Aggressionen, oppositionelles Verhalten und Stimmung. Psychosomatische Beschwerden werden deutlich vermindert. Gute Ergebnisse zeigen sich auch bei ausgeprägter Hyperaktivität.

Typische Elternaussagen sind z.B.:

 
  • Insgesamt ist er viel besser in seinem Verhalten und in der Schule geworden.
  • Er ist fröhlicher und kontaktfreudiger geworden, wird neuerdings von Klassenkameraden zum Spielen abgeholt.
  • D. ist zugänglicher geworden, mehr Körperkontakt.
  • M. ist insgesamt ausgeglichener, Verhaltensauffälligkeiten sind nach wie vor vorhanden, jedoch nicht mehr so ausgeprägt.
  • M. geht morgens ohne zu murren zum Zähneputzen, zieht sich alleine an und sitzt gut gelaunt am Frühstückstisch. Früher schon Knatsch beim Aufwachen
  • Die Schreianfälle dauern nur noch kurze Zeit und D. läßt sich schneller beruhigen.
  • Die körperliche Unruhe hat deutlich abgenommen.
  • Sucht häufiger den Körperkontakt zu den Eltern.
  • Macht regelmäßig die Hausaufgaben, Biologiearbeit Note 3, Geschichte sogar 1.
  • A. näßt wesentlich seltener ein, war sogar eine Woche hintereinander ganz trocken. Fühlt sich sehr viel wohler unter der Behandlung.
  • L. ist viel ruhiger geworden, er schläft die Nächte immer durch.
  • Der Lehrer rief vor den Ferien an und berichtete, daß M. sich in der Schule mehr an Regeln hält und auch zurücksteckt. M. hat mit Spiel- und Dyskalkulie-Therapie begonnen.
  • Das Kopfrechnen ist viel besser geworden.
  • Hat sich im Zeugnis von 3 x mangelhaft auf 1x verbessert. Hausaufgaben zur Zeit regelmäßig.
  • C. ist viel ausgeglichener geworden. Außerdem geht er Arbeiten zielstrebiger an und führt sie zügiger durch.
  • M. hat einen deutlich besseren Appetit und kaum noch Muskelkrämpfe. Seine Mitarbeit im Unterricht ist seit ca. 2 Wochen besser geworden. Er wirkt wacher, antwortet sachbezogener und ist interessierter (Aussage d. Klassenlehrerin). Er fühlt sich körperlich fitter.

Was ist sinnvoller, eine Nährstofftherapie mit Präparaten oder eine Umstellung der Ernährung?

Wir vertreten die Auffassung, dass eine ausgewogene Ernährung die beste Form einer "Nährstofftherapie" darstellt. Was durch eine ausgewogene Ernährung an Nährstoffen zugeführt werden kann, sollte unbedingt ausgeschöpft werden.
In der Praxis stößt diese Empfehlung aber an Grenzen. Gesunde Kinder nehmen bei einer freien Lebensmittelauswahl über einen längeren Zeitraum bedarfsgerecht jene Nährstoffe auf, die vom Körper benötigt werden. Leider haben viele AD(H)S Kinder eine verminderte Wahrnehmung auch dem eigenen Körper gegenüber, so dass die bei gesunden Kindern angeborene natürliche Auswahl von Lebensmitteln fehlt oder gestört ist und sich dadurch schon erhebliche Imbalancen mit einer zum Teil extremen Nahrungsmittelauswahl ergeben. Wird zudem mit Stimulantien therapiert, die als Appetitzügler wirken, so kann sich diese Nahrungsmittelauswahl noch einmal ungünstig verschieben. Die Entscheidung Nährstofftherapie mit Präparaten oder nur über Ernährungsumstellung ist daher davon abhängig, inwieweit die tägliche Ernährung beeinflußbar ist. Gelingt dies nicht, müssen die Nährstoffe dem Körper durch Konzentrate zugeführt werden, um eine normale Entwicklung sicherzustellen.

 
       
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