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Hat die Nährstofftherapie Nebenwirkungen?

Bei sehr empfindlichen Kindern kann durch die vermehrte Magnesium-Zufuhr in den ersten Tagen der Stuhl dünnflüssiger ausfallen, was sich innerhalb weniger Tage normalisiert. In seltenen Fällen kann es sein, dass in den ersten Tagen eine Verschlimmerung der ADHS-Symptome eintritt, was sich nach einigen Tagen wieder umkehrt. Eine Überdosierung ist beim Einhalten der empfohlenen Dosierungen ausgeschlossen.

Muß ich zuerst eine Blutuntersuchungen durchführen?

Blutuntersuchungen auf den Mineralstoffstatus und Fettsäurestatus werden von nahezu jedem klinisch chemischen Laboratorium durchgeführt. Die Untersuchung wird von den Krankenkassen nicht finanziert und kostet in der Regel (DHA, GLA, AA, Mg, Zn) etwa 130,- EUR. Wichtig ist, dass Magnesium, Zink in den roten Blutkörperchen bestimmt werden, weil dies die Situation in den Zellen wiederspiegelt.

Unsere Empfehlung:

 

Eine Laboruntersuchung ist im Vergleich zu den Kosten einer dreimonatigen Nährstofftherapie teuer und grundsätzlich nicht erforderlich, um die Nährstofftherapie durchzuführen. Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Studien liegt praktisch immer ein mehr oder weniger ausgeprägter Nährstoffmangel vor. Empfehlenswert ist es daher, die Nährstofftherapie durchzuführen und die Ergebnisse z.B. mit dem beiliegenden Fragebogen (siehe unten) zu messen.

Worauf muß ich bei der Nährstofftherapie achten?

Grundsätzlich sind zwei Fälle zu unterscheiden. Patienten die bereits längere Zeit mit Stimulanzien behandelt werden und zusätzlich die Nährstofftherapie durchführen, sprechen deutlich rascher und stärker auf eine Nährstofftherapie an als solche, die medikamentös nicht behandelt werden. Offenbar werden die bei AD(H)S vorhandenen Nährstoffdefizite durch eine Stimulanzientherapie zusätzlich verschärft, woraus sich das raschere und stärkere Ansprechen auf die Nährstofftherapie erklären ließe.

 

 
Fall 1:
Ihr Kind wir bereits mit Stimulanzien behandelt und soll zusätzlich mit der Nährstofftherapie versorgt werden.

Informieren Sie bitte den behandelnden Arzt und die KlassenlehrerIn. Sie benötigen zwar keine ärztliche Zustimmung zur Nährstofftherapie, jedoch kann eine Reduktion der Stimulanziendosis erforderlich werden. Die ggf. erforderliche Anpassung muß zwingend in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erfolgen!

 
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