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Wie wird ADHS bei Erwachsenen festgestellt?

Auch im Erwachsenenalter bleiben die Probleme bestehen, die Beschwerden unterscheiden sich allerdings im Vergleich zu jenen bei Kindern, es findet ein Symptomwechsel statt. Für Erwachsene werden in der Regel zwei Arten von Fragebögen verwendet, um die Betroffenheit im Kindesalter einerseits (WURS) und die aktuellen Symptome im Erwachsenenalter (CAARS*) andererseits zu ermitteln.

 

*Conners, C.K.; Erhardt, D.; Sparrow, E.: Conners's Adult ADHD Rating Scales (CAARS). North Tonawanda: Multi-Health-Systems 1999.

 

Leider existiert bislang kein körperliches Meßverfahren, mit dem sich ADHS eindeutig bestimmen ließe. Im Kern der Diagnose steht das ausführliche Gespräch und die Befragung der Patienten bzw. bei Kindern zusätzlich eine getrennte und gemeinsame Befragung der Eltern und Lehrer. Videoaufzeichnungen können in bestimmten Fällen eine zusätzliche Aussagekraft haben. Hierbei werden Kinder im Spiel mit den Betreuern bei verschiedenen Aufgaben gefilmt.

Die ADHS Kernsymptome müssen sich wie ein roter Faden durch die Lebensgeschichte ziehen. Die Intensität kann wechseln, das Problem muß jedoch dauerhaft bestehen, sonst ist die Diagnose nicht gerechtfertigt. Laut Definition müssen die Beschwerden bereits vor dem siebten Lebensjahr aufgetreten sein und mindestens ein halbes Jahr anhalten.

In der Praxis wird man aber niemanden finden, bei dem die Beschwerden nur einige Monate bei ansonsten unauffälligem Verlauf angehalten haben. Es bleibt also festzuhalten, dass die Störungen bereits vor Eintritt in die Schule aufgetreten und zeitstabil vorhanden sein müssen.

 

 
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